Ausflug in die Forschung
In seinen Studien über Musikmedizin beschreibt der Schmerzspezialist und Anästhesist Prof. Dr. Ralph Spintge, dass Musik verschiedene positive Effekte auf den Organismus haben kann:
- Senkung des Stresshormonspiegels
- Harmonisierung des Atemrhythmus
- Herabsetzung der Muskelverspannung
- Senkung von Herzfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffverbrauch und Stoffwechsel
- Senkung des Schmerzempfindens und Verminderung von Angst
- Stimulierung des Immunsystems
Vgl. Ralph Spintge (Hg.): Musik im Gesundheitswesen Bedeutung und Möglichkeiten musikmedizinischer und musiktherapeutischer Ansätze, 2007.
Emotional nutzbare Wirkung von Musik
Das Hören von angenehm empfundener Musik habe harmonisierende und synchronisierende, öffnende und aktivierende, verstärkende und bahnende Effekte im Gehirn, schreibt Gerald Hüther, Professor für Neurobiologie an der Psychiatrischen Klinik der Uni Göttingen.
Musik hören führe zu einer vermehrten Ausschüttung von Botenstoffen, die zu einer „Wiederherstellung des emotionalen Gleichgewichts“ bis hin zu „Flow-Erlebnissen“ führen kann.
Um Veränderungen des eigenen Denkens, Fühlens und Handelns zu schaffen, bedürfe es eines wiederholten Musikerlebens, da die positiven neuen Muster im Gehirn sich erst neuronale Bahnen schaffen und wachsen müssen, um eine Gegenwelt zu Stressoren zu bilden.
Vgl. Gerald Hüther: Ebenen salutogenetischer Wirkungen von Musik auf das Gehirn. In: MU Musiktherapeutische Umschau, Forschung und Praxis der Musiktherapie. 1 Band 25, 2004.
